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Thema: Blaupunkt-Service epic fail: Falsche Firmware verschickt

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    Standard Blaupunkt-Service epic fail: Falsche Firmware verschickt

    Ich fand das einen eigenen Thread wert, aber es darf von mir aus gerne auch in einen der bestehenden Threads zum Gerät verschoben werden.

    Wie von mir berichtet hat mir Blaupunkt die aktuelle Firmware für das Chicago 600 zugeschickt. Auf meine Nachfrage, dass sich in dem Paket eine Updateanleitung befinde, welche sich ausschließlich auf das New York bezieht, wurde mir mitgeteilt (per Mail; die werde ich auch gut aufheben), dass das so in Ordnung sei und die Geräte, abgesehen vom Laufwerk, 100%ig identisch seien.

    Das wird sicher auch so sein, allerdings hat man sich beim Programmieren der Firmware offenbar nicht die Mühe gemacht, eine Abfrage einzubauen, auf welcher konkreten Modellvariante die Firmware läuft, und dann entsprechend auch nur die zu diesem Modell passenden Optionen anzubieten. Nach dem Einspielen des Updates auf das Chicago 600 tritt nämlich folgender lustiger Effekt ein: Das Gerät denkt jetzt, es sei ein New York, und zeigt dementsprechend im Hauptmenü ein "Disc"-Icon und im Einstellungsmenü diverse DVD-Einstellungen an, was vorher beides nicht da war.

    Dass nach dem Update das BT-Modul nicht mehr funktioniert, obwohl ich dieses gar nicht upgedated hatte (das Modul war schon nach dem Update von MPU und MCU nicht mehr da), ist da eigentlich nur ein Nebenkriegsschauplatz. Mag sein, dass das nichts mit dem falschen Update zu tun hatte und auch so hätte passieren können, zumal in der Updateanleitung auf diesen Fall hingewiesen wird. Allerdings funktionierte die hierfür angebotene Lösung (10 Min. warten) ebenfalls nicht.

    Fakt ist: Der Blaupunkt-Service verschickt für das Chicago 600 eine Firmware, die das Gerät zwar nicht unbrauchbar macht, aber in einer - jedenfalls in meinen Augen - inakzeptablen Art und Weise verändert. Ganz offenkundig ging es hier wirklich einfach nur darum, sich die paar Euros zu sparen, die es gekostet hätte, für das Chicago eine modifizierte Update-Version zur Verfügung zu stellen. Grundsätzlich muss es ja eine Chicago-spezifische Firmware geben, denn sie ist ja auf dem Gerät ab Werk drauf. Aber die Update-Version hätte dann halt wahrscheinlich nochmal extra gekostet...

    Es zeigt sich m.E., dass diejenigen, die sagen, dass Blaupunkt heute praktisch nix anderes ist als z.B. Grundig, offenbar recht haben. Etwas Derartiges wäre früher gerade bei einer Firma wie Blaupunkt m.E. undenkbar gewesen.

    Dass es sich beim Chicago und New York um komplett extern eingekaufte Massenware handelt, erkennt man ja schon daran, dass es diese Geräte unter diversen anderen Brandnames in quasi identischer Form zu kaufen gibt. Selbst A-Brands wie Pioneer bedienen sich bei derselben Plattform; deren "Appradio" ist letztlich auch dasselbe Gerät mit angeflanschter App-Funktionalität.

    Dass der Service von Blautpunkt nun aber auch nicht mehr von China-Ramschherstellern zu unterscheiden ist, ist dann schon extrem enttäuschend. Es hätte mich wohl stutzig machen sollen, dass Blaupunkt mit dem Chicago (und auch dem New York) komischerweise mit zu den billigsten Anbietern unter den Derivaten dieses Gerätes gehört. Vermeintliche Nonames wie etwa Zenec sind teilweise erheblich teurer. Wenn ich mir dann allerdings, um beim Beispiel Zenec zu bleiben, anschaue, dass die auf ihrer Supportseite für deren baugleiches Gerät eine Firmware haben, wo MPU und MCU-Version aus 03/2012 und einige Versionsnummern neuer sind, dann sieht man wohl auch daran, wer hier den Rotstift ansetzt.

    Blaupunkt hatte hier übrigens als einzige Lösung anzubieten, das Gerät einzuschicken. Für ein vom Hersteller fahrlässig verursachtes Fehlupdate hätte ich mir irgendwie eine kulantere Lösung erhofft. Beispielsweise hätte man einen Austausch des Gerätes im Vorab- oder Swap-Verfahren (Kurier bringt neues Gerät und nimmt altes mit) anbieten können, etwas, das manch anderer Hersteller sogar standardmäßig anbietet. Als Standardleistung würde ich sowas ja gar nicht erwarten, aber nach diesem kapitalen Bock hätte einfach mehr drin sein müssen als "Schicken Sie uns das Teil zu".

    Das Gerät geht an den Verkäufer zurück, und es wird was Vernünftiges gekauft, wobei ich noch nicht sicher bin, ob "vernünftig" ja immernoch China-Massenware heißen kann, aber dann halt WIRKLICH billig und mit einem entsprechend niedrigeren Supportanspruch, oder halt vielleicht doch lieber ein A-Brand-Gerät.

    Ich arbeite übrigens selbst für eine recht bekannte Firma aus der IT-Branche, und wir lassen, wie alle anderen auch, natürlich ebenfalls in China fertigen. Allerdings werden unsere Geräte halt tatsächlich nach unseren Vorgaben gefertigt, und so Sachen wie BIOS oder Firmwares entwickeln wir in-house. Ich möchte mal meine Kunden erleben, wenn ich denen ein BIOS schicke, das zwar funktioniert, aber das aus Gerät A mal eben Gerät B macht. Da wäre aber der Teufel los. Erst recht dann, wenn meine einzige Idee zur Lösung die wäre, dass der Kunde sein Gerät doch bitte an den Service schicken soll.
    Geändert von Horscht (15.05.2012 um 16:36 Uhr)

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    Sieht aus, als wärst Du "geheilt". Dass bei BP hinter der heutigen Fassade nur noch heisse Luft steckt, war mir spätestens nach dem Besuch auf deren IFA Stand klar. Hoffentlich akzeptiert aber Dein Verkäufer die Rückgabe eines selbst veränderten Gerätes !

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    Der hätte gar keine Wahl gehabt, da die Veränderung im Einspielen eines vom Hersteller offiziell freigegebenen Updates bestand und ich mich zudem noch in der Widerrufsphase befinde. Abgesehen davon hätte der Laden das sowieso nicht gemerkt, das nur am Rande...

    Allerdings hat sich das Thema erledigt. Der BP-Service hat sich auf meine Beschwerde hin entschuldigt, eingeräumt, dass ich tatsächlich eine falsche Version geschickt bekommen hätte und mir das korrekte Updatepaket zur Verfügung gestellt. Selbst in dieser Mail ist den Typen dann allerdings noch die Entgleisung passiert, mich darauf hinzuweisen, dass mich die Updatebeschreibung des zuerst zugeschickten Paketes, in welchem nur die New Yorks genannt waren, hätte stutzig machen sollen und ich daher lieber nochmal hätte nachfragen sollen. Das kommt davon, wenn verschiedene Leute dieselbe Anfrage bearbeiten, denn genau das hatte ich gestern ja getan und hatte als Antwort bekommen, das wäre in Ordnung so.

    Wie auch immer - das Teil tut nun wieder, und ich werde es nun wahrscheinlich trotzdem behalten, einfach auch, weil ich keine Lust auf weitere Experimente mehr habe. Es geht nichtmal um mein eigenes Auto, sondern "nur" das meiner Frau... Nein, ich mache sowas natürlich in erster Linie, weil es mein eigenes Hobby ist, aber in meinem Auto (Firmenwagen) habe ich da leider keine Möglichkeiten, mich auszutoben. Also muss der Smart meiner Frau herhalten. Das Problem ist, dass dieser eine Start-Stop-Automatik hat. Ich hatte vorher schon 2 andere Geräte ("normale" Radios, ohne Navi, aber mit BT-Freispreche, beides Markengeräte (JVC, Kenwood)), die sich immer, wenn der Motor dann wieder anging, kurz abschalteten, was insbes. beim Telefonieren nervig war, weil die BT-Verbindung dann natürlich abbrach. Als letztes Gerät vor dem BP hatte ich dieses Appradio von Pioneer, welches im Prinzip auf derselben Hardware basiert. Das Problem bei diesem Teil ist, dass Pioneer seine Zulieferer offenbar genausowenig im Griff hat. Die haben nämlich als letztes ein Update veröffentlicht, welches DAS Killerfeature des Gerätes, nämlich die Anzeige einer Navianwendung vom iPhone auf dem Gerätedisplay, zerschossen hat.

    Aber dieses Teil ging immerhin nicht aus, wenn der Motor ansprang, und als ich rausfand, dass es eine ganze Menge Geräte gibt, die alle auf dieser einen OEM-Hardware basieren, blieb ich dann beim BP hängen, zumal halt auch der Preis stimmt.

    Im Nachhinein merkt man aber halt auch, woran da gespart wird. Es gibt z.B. von Zenec ein baugleiches Gerät, welches komischerweise fast das Doppelte kostet als das Chicago vom vermeintlichen "Premiumhersteller". Nun, bei Zenec gibts auf der Homepage Updates für das Gerät, und die sind sogar aktuell aus diesem Monat. MPU- und MCU-Version deutlich neuer, auch eine neuere Version der Parrot-Firmware für bessere Kompatibilität mit div. Handys. Das wäre mir jetzt zwar keine 100% Aufpreis wert, aber es ist trotzdem enttäuschend zu sehen, dass es von so einem Noname, von dem zumindest ich noch nie was gehört hatte, für dasselbe Gerät schon mehrere Updates gibt, die vermutlich auch den ein oder anderen realen Fehler beheben, während BP seine Updates nur auf Anfrage rausschickt, und es sich dabei zumindest in meinem Fall nicht mal um ein "Update" handelt, denn das, was in dem Paket drin ist, sind genau die Versionen, die von Anfang an drauf waren.

    Für mich selber hätte ich das Teil nicht behalten. Aber die Ausschreibungsliste meiner Frau war einfach nur Touchscreen-Bedienung, BT-Freispreche, SD- oder USB-Anschlussmöglichkeit, und - ganz wichtig - muss die Start-Stop-Automatik "überleben". Navi hätte nicht mal unbedingt sein müssen. Aber ich wollte halt. Diese Ansprüche erfüllt das Teil locker, und auch wenn es keine Updates geben wird (und so wird es wohl sein), stört das MICH zwar, aber meiner Frau ist es egal. Und wie gesagt - das Teil übersteht das Anlassen des Motors. Wenn ich jetzt wieder mit einem neuen Gerät angefangen hätte, hätte da vielleicht alles andere gepasst, aber es wäre wieder ausgegangen, wenn der Motor anspringt...

    Sollte sich wider Erwarten doch nochmal irgendwann jemand trauen, eine Fremdfirmware auf dem Gerät zu testen (hier böte sich m.E. die des Zenec NC-ZE526 am ehesten an), würde ich das wohl auch nochmal testen. Wobei der eine Thread, wo es um das Thema ging, offenbar gelöscht wurde. Ob da wohl auch was schiefgelaufen war?

    Im Moment bin ich jedenfalls erstmal reichlich geheilt, vor allem, wenn man bedenkt, dass sich das BT-Modul schon beim Einspielen einer anderen BP- und nichtmal einer Fremdfirmware aufgehangen hat. Ich wäre zwar nun andererseits auch recht zuversichtlich, dass man das Teil mit dem korrekten Firmwarepaket wieder ans Laufen bekommt, so wie es hier ja auch war. Aber im Moment habe ich erstmal keine Lust mehr auf Experimente.
    Geändert von Horscht (15.05.2012 um 16:38 Uhr)

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    wie heißt es doch so schön: wer billig kauft kauft zweimal. ich hoffe allerdings das es sich diesesmal nicht bewahrheitet. eigentlich bin ich angenehm überrascht über das chicago (bzw. ny). zudem ich schon kurz davor war das gerät nach erhalt direkt zurückzuschicken, da ich nach der bestellung erst gelesen hab, dass blaupunkt ja gar nicht mehr blaupunkt ist, etc.

    aber klang und bedienung sind einwandfrei. das pioneer (1 DIN), welches ich davor hatte, war dagegen die vollkatastrophe. ohne anleitung ging da nix.

    bleibt allerdings die hoffnung, dass blaupunkt noch ein paar updates nachreicht. auswahl von mp3s und kontakten via bluetooth ist sehr nervig, da die liste jedesmal oben anfängt. und mp3 ordner sind noch nichtmal alphabetisch sortiert...nenene

    trotzdem: feines gerät

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    Hi strellson,

    ich habe 2 Tips:

    1. Im Bluetooth-Fenster werden deine Kontakte in Listenform alphabetisch dargestellt. Aber oben rechts gibt es einen Button, mit dem Du den Namen über eine dann eingeblendete Tastatur eintippen kannst.

    2. Um die MP3 alphabetisch anzeigen zu lassen, benötigst Du ein Tool, welches die Songs alphabetisch in die FAT der SD-Karte sortieren. Google mal nach dem Tool "DriveSort".

    C U
    WeT-Klb

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