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Thema: Nowada N917BC Info + WTNS Reparatur

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    Standard Nowada N917BC Info + WTNS Reparatur

    Zusammenfassung einiger Informationen zu dem N917BC Modul und meine Reparaturanleitung. Das Modul wird kaum mehr eingesetzt, die Informationen dürften aber einige Leute interessieren. Bevor das Wissen im Nirvana verschwindet, lege ich alles hier ab.

    Bilder des Moduls mit TMC:
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    Technische Daten:
    - Samsung S3C2450 CPU @ 533 MHz
    - 64 MB RAM
    - 128 MB NAND Flash
    - Royaltek RTM-6000 TMC chip (fehlt an manchen Boards)
    - Sirf III GPS chip
    - OS WinCE 5.0

    Zusätzliche Info:
    - MultiXIP OS image
    - RAM based Registry (Änderungen gehen nach Reboot verloren)
    - Ordner NWDFlash ist persistent
    - Modul Firmware kann nur aus dem laufenden System aktualisiert werden.
    - Bekanntes Problem des Moduls - mit der Zeit bleibt beim Start am "Welcome to Navigation System" Bild hängen. Wenn das System noch startet, kann das Problem evtl. hiermit gelöst werden: [Only members can see the link]

    Hardware Info:
    1. USB Host
    Externe Geräte werden am USB Host angeschlossen. Eine USB Buchse wird dafür an die Pins unten angelötet. Ein Hub mit eigener Stromversorgung wird empfohlen.

    Pin 9 - +5V (rot)
    Pin 10 - D- (weiß)
    Pin 11 - D+ (grün)
    Pin 12 - GND (schwarz)

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    2. USB device (ActiveSync)
    Für den Anschluss an den PC wird der USB device Port benötigt. Das Gerät funktioniert dann als Client. Masse wird zusätzlich verbunden, Stromleitung wird nicht benötigt für den Client Modus.

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    3. Serielle Ports
    Der Prozessor hat insgesamt 4 serielle Ports. Auch hier zusätzliche Masse - Leitung nicht vergessen.

    - UART0 - wird nicht verwendet, wahrscheinlich für Modulversion mit Bluetooth Modul statt TMC Chips gedacht
    - UART1 - wird für die Kommunikation mit dem Sirf III GPS Chip verwendet
    - UART2 - ausgeführt am Hauptanschluss (32-Pins), kombiniert mit den Pins des Touchscreens
    - UART3 - wird für die Kommunikation mit dem TMC Chip verwendet

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    4. JTAG
    Der Prozessor hat einen JTAG Anschluss, dieser ist jedoch nicht auf der Platine extra ausgeführt. In der Regel wird per JTAG nur der/die Bootloader wiederhergestellt.

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    System-Wiederherstellung
    Hinweis: Ich habe alles damals mit dem Windows XP Rechner durchgeführt. Ob es mit neueren Windows Versionen weiterhin funktioniert ist mir nicht bekannt.

    Die eigentliche Wiederherstellung ist nur dann möglich, wenn der Primärbootloader nboot noch intakt ist. Beim Systemupdate von SD Karte wird nboot normalerweise nicht angefasst, daher ist sein Ausfall eher selten.

    Die Reanimation wird über das eingebaute Menü des Sekundärbootloaders eboot durchgeführt. Das Menü wird sichtbar, wenn über den Terminal an dem seriellen UART3 Port die Leertaste gehalten wird. Zum Eintritt wird ein Passwort benötigt. Ich hatte weder Zeit noch Lust dieses zu suchen, deswegen habe ich den eboot Bootloader etwas angepasst, sodass jedes beliebige Passwort akzeptiert wird. Auf den ersten Blick ist das sinnlos, da der eboot Bootloader ja bereits im Speicher liegt und zuerst durch die manipulierte Version ersetzt werden muss. Auf den zweiten Blick in den Primärbootloader nboot wird jedoch klar, dass dieser den Sekundärbootloader über die serielle Konsole laden kann und ihn dann direkt ausführen - genau das was hier benötigt wird.

    Die Prozedur geht im Groben wie folgt:
    - An UART3 wird ein serielles Kabel mit TTL Pegeln angeschlossen
    - Das Modul wird über Device-USB mit dem PC verbunden
    - Mit einem Terminal Programm wird dem nboot Bootloader der gepatchte eboot Bootloader untergejubelt
    - Systemteile werden über eboot in den Flash geschrieben

    Das Ganze nun ausführlicher:
    Die Kommunikation mit dem Modul findet über den seriellen Port UART3 statt. Dabei wird darüber hauptsächlich nur das Menü bedient und kleine Daten geladen. Zum Laden der Teile des Systems wird der USB-device Port verwendet.
    Der Anschluss erfolgt mittels eines geeigneten Kabels mit TTL Pegeln, für den USB Anschluss mit virtuellem COM Port sind Schaltungen auf Basis von FTDI und Prolific Chips verbreitet. Bei der Installation der Treiber muss der COM Port auf COM1, COM2, COM3 oder COM4 festgelegt werden - das DNW Tool hat nur diese in den Einstellungen zur Auswahl.

    [Only members can see the link]
    Auf dem Bild sind auch UART0 Verbindungen zu sehen. Diese werden nicht benötigt.

    Alle Dateien für die Arbeit mit dem Modul sind im Anhang. Nach dem Entpacken liegen folgende Ordner vor:
    - DNW
    - BootLoader
    - SEC_Driver
    - Firmware

    Die Firmware kommt vom Modul aus dem VW-7088. Hier kann entweder gleich die eigene verwendet werden oder später über SD Karte aktualisiert werden.

    DNW wird gestartet, unter "Configuration > Options" folgende Werte angeben:
    Baud Rate: 115200
    COM Port: [Port auf dem PC]
    USB Port: 0x8300000

    "Serial Port -> Connect" drücken, in das Hauptfenster rein klicken und bei gedrückter "u" Taste auf der Tastatur das Modul einschalten.
    Wenn die Kabelverbindung korrekt ist und funktioniert, wird das Modul den Bootprozess mit der Meldung "UART down..." anhalten. Jetzt muss dem nboot Bootloader die modifizierte Version des eboot Bootloaders untergeschoben werden. Dazu "Serial port -> Transmit" auswählen und die Datei EBOOT_no_password.nb0 aus dem Ordner BootLoader auswählen. Abwarten bis die Übertragung beendet ist, eboot gestartet wird und die Aufforderung zur Passworteingabe erscheint. Irgendetwas eingeben und mit Enter bestätigen. Gleichzeitig wird der USB-device Port des Moduls aktiviert und der PC fragt nach einem Treiber dafür. Dieser befindet sich im Ordner SEC_Driver. Nach erfolgreicher Treiber-Installation wird im DNW Fenstertitel "USB: OK" erscheinen.

    Auf diese Weise kommt das eboot Menu zum Vorschein, über das nun die einzelnen Teile des Systems in den Flash Speicher geschrieben werden. Immer nach dem gleichen Schema: Datei über USB übertragen, dann über das Menü Kommando zum Schreiben eintippen.

    1. Als Erstes wird die Partitionstabelle aus der Datei chain.bin geladen.
    - 1 drücken
    - Im DNW Menü "USB Port -> Transmit -> Transmit" drücken und chain.bin aus dem Ordner Firmware auswählen
    - Nach der Übertragung 5 drücken

    2. Als Zweites wird der Systemkern xipkernel.bin geladen
    - 1 drücken
    - Im DNW Menü "USB Port -> Transmit -> Transmit" drücken und xipkernel.bin aus dem Ordner Firmware auswählen
    - Nach der Übertragung 6 drücken

    3. Danach kommt die Dateien nk.bin (Systemdateien)
    - 1 drücken
    - Im DNW Menü "USB Port -> Transmit -> Transmit" drücken und nk.bin aus dem Ordner Firmware auswählen
    - Nach der Übertragung 7 drücken

    4. Zuletzt ist napp.bin (Nowada Oberfläche und tools) an der Reihe
    - 1 drücken
    - Im DNW Menü "USB Port -> Transmit -> Transmit" drücken und napp.bin aus dem Ordner Firmware auswählen
    - Nach der Übertragung 8 drücken

    Das war dann auch schon alles. Danach das Modul neu starten und prüfen, ob das System startet.
    Angehängte Dateien Angehängte Dateien
    Geändert von Danila (27.03.2017 um 23:28 Uhr)

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